Blazar Mantis 50mm 1.33x Anamorphic – Abendtest am Decksteiner Weiher in Köln
Abendstimmung am Decksteiner Weiher – erster richtiger Praxistest
In dieser Fortsetzung teste ich das Blazar Mantis 50mm 1.33x T2.0 Anamorphic Objektiv unter realen Bedingungen am Abend – genauer gesagt am Decksteiner Weiher in Köln.
Nach den ersten Eindrücken am Mittag ging es am selben Tag weiter, diesmal in Richtung Golden Hour.
Treffpunkt war gegen 18 Uhr – genau die Zeit, in der das Licht weicher wird und diese typische cineastische Stimmung entsteht.
Story & Konzept
Die Idee war simpel, aber wirkungsvoll:
Eine Touristin, die mit einer alten Filmkamera unterwegs ist.
Als Requisite hatte ich eine analoge Filmrolle (Canon 500N) dabei.
Die Story war nicht strikt vorgegeben – eher ein natürliches Beobachten:
sie kommt ins Bild
schaut sich um
setzt die Filmrolle ein
bewegt sich durch die Szene
Ich habe sie dabei begleitet, statt sie „zu inszenieren“.
Genau das hat den Shots einen sehr natürlichen Flow gegeben.
Shooting-Setup & Handling
Ich habe bewusst verschiedene Setups ausprobiert, um das Verhalten vom Blazar Mantis 50mm Anamorphic realistisch zu testen:
Stativ
aus der Hand
ruhige vs. dynamische Bewegungen
manuelles Fokussieren
Mir ging es nicht um perfekte Shots –
sondern darum, zu verstehen, wie sich das Objektiv im echten Einsatz anfühlt.
Stabilisierung & Bewegung – ehrlicher Eindruck
In der Postproduktion ist mir dann ein klarer Punkt aufgefallen:
Sobald ich mich stärker bewegt habe, entstehen leichte Verzerrungen im Bild.
Gerade bei anamorphischen Linsen kommt der interne Stabilisator hier an seine Grenzen.
ruhige Shots → sehr clean
viel Bewegung → leichte „Warp“-Effekte
Ein Gimbal hätte das wahrscheinlich stabiler gemacht,
aber das Fokussieren wäre deutlich schwieriger gewesen.
Mein Fazit aus dem Test:
Ruhige, kontrollierte Bewegungen funktionieren am besten.
Und dieses leichte natürliche Wackeln gibt dem Bild sogar Charakter.
Look & Gefühl – warum das kein normales 50mm ist
Hier merkt man den größten Unterschied:
Das Blazar Mantis 50mm 1.33x Anamorphic liefert einen Look,
den man mit klassischen Fotoobjektiven nicht reproduzieren kann.
charakteristische horizontale Flares
weiche Highlights
leicht ovales Bokeh
insgesamt ein viel „filmischerer“ Look
Selbst wenn man mit einem normalen 35mm oder 50mm arbeitet und Cinemabalken hinzufügt:
dieser Look entsteht nicht.
Gerade im Gegenlicht zeigt das Objektiv seine Stärke –
wenn die Sonne ins Bild fällt und die typischen Flares entstehen.
Farbe & Rendering
Auch farblich wirkt das Bild deutlich organischer:
weichere Übergänge in den Highlights
weniger „digital scharf“
insgesamt ein natürlicher Look
Gefilmt habe ich mit der Canon R6.
Natürlich wäre mit einer Cinema-Kamera wie der Sony FX3 noch etwas mehr Dynamikumfang möglich –
aber selbst so bin ich schon extrem zufrieden mit dem Ergebnis.
Verwendetes Objektiv
Für diesen Test habe ich das Blazar Mantis 50mm 1.33x T2.0 Anamorphic Objektiv verwendet.
Besonders aufgefallen sind mir:
der weiche, cineastische Look
kontrollierte, nicht übertriebene Flares
angenehmes manuelles Fokussieren
ein sehr eigener Charakter im Bild
Persönlicher Eindruck nach Tag 1
Nach fünf Jahren mit klassischen Fotoobjektiven war das honestly ein kleiner Perspektivwechsel.
Dieses Objektiv verändert nicht nur das Bild –
sondern auch, wie man Szenen wahrnimmt:
mehr Fokus auf Licht
mehr Fokus auf Bewegung
mehr Fokus auf Stimmung
Und genau das macht den Unterschied.
Teaser – Blazar Mantis 50mm Test geht weiter
Das war erst der erste Tag mit dem Blazar Mantis 50mm Anamorphic.
Am nächsten Tag ging es direkt weiter –
diesmal mit Bewegung, Geschwindigkeit und einem neuen Setup:
Abend, Motorrad, komplett andere Dynamik.